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Ambulant und stationär: So sieht die Pflege in Deutschland aus

Fast 5,7 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Der Deutschlandatlas zeigt, in welchen Regionen häufiger stationär gepflegt wird und wo Menschen eher auf ambulante Pflege setzen.

Über eine Million Menschen wurde im Jahr 2023 von 15.500 ambulanten Pflegediensten zu Hause unterstützt. Pflegeheime boten insgesamt rund 875.000 Plätze für vollstationäre Dauerpflege, wobei 2023 dort 800.000 Menschen versorgt wurden. Stationäre Pflegeheime sind dann erforderlich, wenn Betreuung durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste nicht oder nicht mehr möglich ist.

Die beiden Karten zeigen für das Jahr 2023 die Anteile von Pflegebedürftigen in stationärer und ambulanter Pflege an allen Pflegebedürftigen.

Unterschiedliche Pflegeformen in Deutschland

Es gibt Regionen, in denen eher ambulante Pflege genutzt wird, und solche, in denen eher auf die stationäre Pflege zurückgegriffen wird. Ambulante Pflegedienste ermöglichen, dass Pflegebedürftige weiter in ihrer Wohnung und ihrem sozialen Umfeld leben können. Häufig werden diese Menschen zusätzlich auch durch Angehörige gepflegt. Neben der häuslichen Pflege können auch Angebote der Tagespflege angenommen werden. Bei der stationären Pflege unterscheidet man zwischen folgenden zwei unterschiedlichen Ansätzen:

  • Bei vollstationärer Pflege werden die Pflegebedürftigen dauerhaft ganztägig in einer Pflegeeinrichtung betreut.
  • Bei teilstationärer Pflege leben die Pflegebedürftigen zwar weiterhin im häuslichen Umfeld, werden aber zeitweise (entweder tagsüber oder nachts) in einer Pflegeeinrichtung betreut.

Der Anteil der Menschen, die stationär in Pflegeheimen untergebracht sind, ist in vielen Städten höher ist als im direkten Umland.

Ambulante oder stationäre Pflege: Große Unterschiede zwischen den Ländern

Hoch ist der Anteil von Menschen in ambulanter Pflege in Ostdeutschland, Teilen des Nordwestens und den Stadtstaaten. Geringe Anteile von Menschen in ambulanter Pflege gibt es insbesondere in einzelnen Regionen von Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Bayern.

Der Anteil stationärer Dauerpflege ist vor allem in einigen Regionen von Schleswig-Holstein und Bayern sowie dem Osten von Niedersachen hoch. Gering sind die Anteile von Menschen in Pflegeheimen im westlichen Niedersachsen, in Mecklenburg-Vorpommern, in Thüringen, in Berlin und Brandenburg sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg.


Allgemeine Informationen zu den Karten: Ambulante und stationäre Pflege

Teilindikatoren:

Ambulante Pflege, Stationäre Pflege

Datenbasis:

Pflegestatistik, Regionaldatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

Geometrische Grundlage:

VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG

Bearbeitung:

 T. Osigus (Thünen-Institut)

Open Data:

Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat

Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224

Indikatornamen: pfl_ambu, pfl_stat

Methodische Hinweise als PDF-Datei

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