Immer mehr Menschen bekommen Pflegegeld
Besonders in ländlichen Räumen gibt es viele Pflegebedürftige. Die Zahl der Menschen, die Pflegegeld erhalten, steigt.
Pflegegeldempfängerinnen und -empfänger
Fast 3,1 Millionen Menschen haben 2023 Pflegegeld bekommen. Das sind 0,5 Millionen mehr als noch 2021.
Auch in der Zukunft dürfte die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen, weil die Bevölkerung älter wird. So erklärt sich auch, dass die Werte in ländlichen Räumen deutlich höher sind als in den Großstädten. Denn in diesen Städten ist die Bevölkerung in der Regel jünger als in ländlichen Räumen, siehe Altersgruppen der Bevölkerung.
Große regionale Unterschiede
Besonders hoch ist der Anteil von Pflegebedürftigen, die Pflegegeld bekommen, insbesondere in weiten Teilen von Baden-Württemberg, dem Saarland, dem südlichen Rheinland-Pfalz und Hessen, dem südwestlichen Nordrhein-Westfalen sowie im westlichen Niedersachsen. Aber auch in Bayern, Thüringen und Brandenburg lassen sich Regionen identifizieren, in denen der Anteil der Pflegebedürftigen, die Pflegegeld beziehen, bei 58 Prozent und mehr liegt.
Vergleichsweise niedrige Anteile von Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfängern an den Pflegebedürftigen lassen sich schwerpunktmäßig in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sowie Teilen Bayerns feststellen. Aber auch in allen anderen Bundesländern lassen sich vereinzelt Regionen erkennen, in denen der Anteil der Pflegebedürftigen, die Pflegegeld beziehen, 48 Prozent und weniger beträgt.
Textgrafik
Besonders hoch ist die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in den ostdeutschen Flächenländern und dem Saarland. Dies entspricht der dort zumeist älteren Bevölkerung.
Mehr pflegebedürftige Menschen in ländlichen Räumen
Außerdem gilt: In ländlichen Räumen gibt es mehr Pflegebedürftige als in den großen Städten. Denn in diesen Städten ist die Bevölkerung jünger als in den ländlichen Räumen, siehe Altersgruppen der Bevölkerung. Dennoch: In allen Bundesländern steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, auch in den Stadtstaaten. In manchen Bundesländern ist der Anstieg aber weniger stark. Das gilt für die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Aber auch für Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Auf der Karte dargestellt werden alle Menschen, die Pflegegeld bekommen und nicht in ambulanter oder stationärer Pflege sind. Als Pflegegeld werden die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung bezeichnet.
Allgemeine Informationen zur Karte: Pflegegeldempfängerinnen und -empfänger
Datenbasis:
Pflegestatistik, Regionaldatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
T. Osigus (Thünen-Institut)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatorname: pfl_geld
Methodische Hinweise als PDF-Datei













