Anteil ausländischer Bevölkerung in Westdeutschland wesentlich höher als in Ostdeutschland
Im Jahr 2024 lebten in Deutschland 12,4 Millionen Menschen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Anteilig sind das 14,8 Prozent der gesamten Bevölkerung.
Ausländische Bevölkerung
Die meisten ausländischen Menschen leben in den deutschen Großstädten, insbesondere in den sieben größten deutschen Städten. In Ostdeutschland ohne Berlin ist ihr Anteil hingegen mit 7,6 Prozent der Gesamtbevölkerung viel geringer als in Westdeutschland. Dort sind es 15,7 Prozent.
Zum Ausgleich geringer Geburtenraten und einer sinkenden erwerbsfähigen Bevölkerung benötigt Deutschland Zuwanderung. Diese findet insbesondere aus anderen europäischen Staaten statt.
Wer zur ausländischen Bevölkerung zählt
Ausländerinnen und Ausländer sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Auch Staatenlose und Menschen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit gehören dazu. Deutsche mit einem zusätzlichen ausländischen Pass zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung.
Rund 15 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Menschen ohne deutschen Pass
Im Jahr 2024 lebten in Deutschland 12,4 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Das sind anteilig 14,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. In den ostdeutschen Bundesländern – mit Ausnahme Berlins – liegt der Anteil hingegen nur bei 7,6 Prozent. Ihr Anteil ist damit wesentlich geringer als in Westdeutschland. Dort sind es 15,7 Prozent.
Kreisfreie Städte mit höchstem Anteil ausländischer Menschen
Der Blick auf die Gesamtbevölkerung zeigt, dass in kreisfreien Großstädten mit einem Anteil von rund 21 Prozent die meisten ausländischen Personen leben. In den dünn besiedelten ländlichen Kreisen beträgt ihr Anteil durchschnittlich 8 Prozent. Die höchsten Anteile finden sich in deutschen Großstädten, insbesondere in den sieben größten. Städte an Ober- und Niederrhein haben einen hohen Anteil. Ebenso die Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.
Deutschlands Bevölkerung wächst durch Zuwanderung
Absolut gesehen, leben zwei Drittel der ausländischen Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.
Zum Ausgleich geringer Geburtenraten und einer sinkenden erwerbsfähigen Bevölkerung benötigt Deutschland Zuwanderung. Nach einer Phase mit einem relativ stabilen Anteil der ausländischen Bevölkerung verzeichnet Deutschland seit 2015 wieder mehr Zuwanderung in Ballungsräume wie in ländliche Räume. Die Zunahme liegt auch an durch Krisen getriebene Flüchtlingsbewegungen wie bspw. 2015 aus Syrien oder 2022 aus der Ukraine. Die meisten Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland ziehen, kommen aus anderen europäischen Staaten. Zuletzt vor allem aus der Ukraine, Rumänien, der Türkei und Polen. Bei den außereuropäischen Staaten sind Syrien, Indien und Afghanistan die wichtigsten Herkunftsländer von Zuwandernden.
Allgemeine Informationen zur Karte: Ausländische Bevölkerung
Datenbasis:
Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Regionaldatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
J. Grohmann (BBSR)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatorname: bev_ausl
Methodische Hinweise als PDF-Datei










