Weniger Straftaten in Landkreisen als in den kreisfreien Städten
Die Daten der polizeilichen Kriminalstatistik zeigen: In Landkreisen werden durchschnittlich weniger Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert als in den kreisfreien Städten.
Straftaten
Im Jahr 2024 gab es 6.900 Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dabei sind vor allem zwei übergeordnete Unterschiede erkennbar. Im Süden gab es weniger Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner als im Norden. In kreisfreien Städten liegt diese Zahl höher als in Landkreisen. Rund 10.500 Straftaten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner werden in kreisfreien Städten registriert.
Die Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Dort sind auch Daten zu spezifischen Straftaten enthalten, beispielsweise zu Wohnungseinbrüchen.
Anzahl der Straftaten in den Bundesländen unterschiedlich
Durchschnittlich 6.900 Straftaten wurden im Jahr 2024 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner verübt.
Im Süden gibt es weniger Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner als im Norden. Die niedrigsten Werte finden sich in Bayern. Viele bayerische Kreise weisen weniger als halb so viele Straftaten pro 100.000 Personen auf wie der Bundesdurchschnitt. In der folgenden Grafik sehen Sie die Verteilung in den Bundesländern.
Textgrafik
Höhere Kriminalität in den Städten
Kreisfreie Städte sind häufiger von Kriminalität betroffen als Landkreise. In den Landkreisen wurden durchschnittlich 5.100 Straftaten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert, während in kreisfreien Städten durchschnittlich 10.500 Straftaten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner erfasst wurden.
Die Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Dort werden die registrierten Straftaten auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner hochgerechnet, um eine Vergleichbarkeit zwischen den Regionen zu ermöglichen. In der Statistik sind auch Daten zu spezifischen Straftaten enthalten, beispielsweise zu Wohnungseinbrüchen.
Die Daten haben allerdings eine begrenzte Aussagekraft. Das hat folgende Gründe:
- Das Dunkelfeld wird nicht abgebildet: Straftaten werden nicht immer angezeigt. Auch die Kontrolle durch die Polizei ist nicht bei allen Delikten und in allen Regionen gleich stark.
- Bei etwa 25 Prozent der Straftaten dauern die Ermittlungen länger als ein Jahr. Sie fließen aber erst in die Statistik ein, wenn sie von der Staatsanwaltschaft registriert wurden. Es kann also sein, dass Straftaten bereits im Vorjahr stattfanden.
Allgemeine Informationen zur Karte: Straftaten
Datenbasis:
Polizeiliche Kriminalstatistik, Bundeskriminalamt
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
R. Berrisch, T. Pirsig (BBSR)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatorname: straft
Methodische Hinweise als PDF-Datei








