Baulandpreise: So viel kostet der Quadratmeter in Ihrer Region
Die Baulandpreise für Wohnbebauung haben sich nach starken Anstiegen bis zum Jahr 2022 in den beiden Folgejahren stabilisiert. Neben vielen hochpreisigen Räumen gibt es auch Regionen mit günstigem Bauland. Im Deutschlandatlas erfahren Sie, wie es in Ihrer Gegend aussieht.
Baulandpreise
In großen Städten und ganz im Süden Deutschlands sind die Baulandpreise am höchsten. Im Osten fallen die Kaufpreise hingegen am niedrigsten aus, besonders in ländlichen Regionen fern der Zentren und Küsten. In den vergangenen Jahren sind die Preise bis 2022 deutlich gestiegen. Zwischen 2022 und 2024 stagnierte bundesweit das Niveau der Kaufpreise von Baugrundstücken für Eigenheime.
Die Karte stellt die Baulandpreise pro Quadratmeter dar. Dargestellt ist der Preis für eine mittlere Wohnlage. Denn: Die Preise variieren auch innerhalb einer Stadt oder eines Landkreises stark. Berücksichtigt wird der Boden für die Bebauung mit Ein- oder Zweifamilienhäusern. Generell ist Bauland Boden, der mit Wohn- oder Geschäftshäusern bebaut werden darf.
Stabilisiertes Preisniveau für Bauland bei großen regionalen Unterschieden
Durchschnittlich 200 Euro hat ein Quadratmeter Bauland für Ein- oder Zweifamilienhäuser im Jahr 2024 in Deutschland gekostet und somit das Niveau seit 2022 gehalten. Das sind die Bodenpreise in mittlerer Wohnlage. Bis zum Jahr 2022 sind die Kaufpreise deutlich gestiegen. Zwischen 2015 und 2022 bundesweit um etwa 9 Prozent pro Jahr. Deutlich wird zudem: Auch innerhalb einer Region unterschieden sich die Baulandpreise teils stark.
Teures Bauland in den boomenden Städten und deren Umland
In großen Städten und ganz im Süden Deutschlands sind die Baulandpreise am höchsten. Mit Abstand am teuersten sind die Stadt und der Landkreis München mit durchschnittlich 1.900 beziehungsweise 1.800 Euro pro Quadratmeter. Aber es gibt auch ländliche Regionen mit hohen Preisen, beispielsweise Landkreise am Alpenrand. Dort werden mittlere Preise zwischen 500 und bis zu 1.300 Euro erreicht. Das Umland der wachsenden Großstädte ist ebenfalls von hohen Baulandpreisen geprägt. Baugrundstücke für Mehrfamilienhäuser liegen häufig aufgrund ihrer Lage und Bebaubarkeit über den Preisen von Eigenheimgrundstücken.
Im Osten sind die Preise hingegen am niedrigsten, besonders im ländlichen Raum. Am günstigsten zeigen sich ländliche Regionen fern der Zentren und Küste, in denen Bauland im Mittel ab rund 30 Euro pro Quadratmeter verkauft wird. In Landkreisen im direkten Umland prosperierender Städte sowie an der Ostseeküste sind die durchschnittlichen Preise aber mit rund 80 bis 190 Euro pro Quadratmeter deutlich höher.
Nach starker Dynamik stabilisierten sich die Kaufpreise bis 2024
Die Baulandpreise sind seit 2015 bis 2022 zumeist kontinuierlich gestiegen. In Städten und Landkreisen mit anhaltendem Bevölkerungswachstum und hoher Nachfrage haben sie sich oft mehr als verdoppelt. Seit der zweiten Hälfte 2022 und im Jahr 2023 hat sich durch die verschlechterten Rahmenbedingungen auf den Immobilienmärkten wie gestiegene Zinsen, hohe Baukosten und stark gestiegene Energie- und Verbraucherpreise eine Kaufzurückhaltung eingestellt. Das sorgte regional für eine Stagnation sowie leichte Rückgänge bei den Baulandpreisen unbebauter Grundstücke. Teilweise wurden die Preisniveaus von Anfang 2022 noch nicht wieder erreicht. Die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen sind ab 2022 zunächst deutlich gesunken, haben sich 2024 stabilisiert und sind 2025 wieder gestiegen.
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Allgemeine Informationen zur Karte: Baulandpreise
Datenbasis:
BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung; AK OGA: Immobilienmarktbericht Deutschland 2025
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
J. Nielsen, A. Schürt, C. Zander (BBSR)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatorname: preis_baul
Methodische Hinweise als PDF-Datei















