Mitgliedschaften in Sportvereinen sind bundesweit beliebt
Kleine und große Sportvereine finden sich in allen Kreisen und kreisfreien Städten. Durch die sportliche Betätigung in der Gruppe sowie ehrenamtliches Engagement nehmen Vereine eine wichtige Rolle für das gesellschaftliche Zusammenleben ein.
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Sportvereinsdichte
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Organisationsgrad in Sportvereinen
Sport, in vielfältiger Form und unterschiedlichem Zeitumfang, ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung und wird vielerorts durch die Gemeinden und Bundesländer gefördert. In den 16 Landessportbünden beziehungsweise Landessportverbänden Deutschlands gibt es rund 86.000 Sportvereine.
Für deren rund 24 Millionen Mitglieder hilft der Sport dabei, ein gesundes Leben zu führen und sich körperlich fit zu halten. Er bringt Menschen zusammen, schafft ein Gefühl von Gemeinschaft und vermittelt wichtige Werte des Zusammenlebens. Dazu gehören zum Beispiel Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Zusammenarbeit im Team, faires Verhalten und Toleranz gegenüber anderen.
In der Mitte von Deutschland ist das Angebot an Sportvereinen deutlich größer
Im Bundesdurchschnitt steht ein Angebot an über 100 Vereinen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung (Karte 1). Regional unterscheidet sich dies. Insbesondere in Teilen des Nordens, des Westens sowie in Bayern und Baden-Württemberg ist das Angebot kleiner als in der Mitte Deutschlands.
Die Anzahl an Sportvereinen gibt keine Auskunft über das tatsächliche Angebot an sportlichen Aktivitäten. Kleine Vereine mit einer einzelnen Sportart (Einspartenvereine) werden im gleichen Umfang gezählt wie Sportvereine mit einem sehr vielfältigen Angebot an Sportarten (Mehrspartenvereine).
Westliche Kreise haben häufiger passive Mitglieder
Im Bundesdurchschnitt sind 29 von 100 Personen aktiv oder passiv in mindestens einem verbandlich organisierten Sportverein engagiert (Karte 2). Dabei können Mehrfachzählungen vorkommen und Großvereine wie die Fußball-Bundesligisten mit ihren Fan- und Förderabteilungen die Werte eines Kreises verzerren. Dennoch liefern die Werte Anhaltspunkte für den deutschen Vereinssport.
Anhand der Anzahl passiver und aktiver Mitglieder in Sportvereinen wird deutlich, dass es mehr Vereinsmitgliedschaften in den westdeutschen Bundesländern gibt. Eine Stellungnahme für den Sportausschuss des Deutschen Bundestages von Oktober 2023 führt als Erklärungsansätz an, dass hierbei einerseits ein hoher Anteil an passiven Mitgliedern in westdeutschen Vereinen sowie eine jahrzehntelange Konzentration auf Leistungssport in der ehemaligen DDR eine Rolle spielen könnten. Während in der BRD auch der Breitensport in Vereinen gefördert wurde, fand dieser in der DDR vornehmlich in Betriebssportgruppen statt.
Die Anzahl der Vereine ist zwischen ost- und westdeutschen Kreisen hingegen deutlich ausgeglichener.
Allgemeine Informationen zu den Karten: Vereinssport
Teilindikatoren:
Sportvereinsdichte, Organisationsgrad in Sportvereinen
Datenbasis:
Sportentwicklungsbericht, Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS), Landessportbünde/Landessportverbände
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2022 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
T. Osigus (Thünen-Institut)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1222
Indikatornamen: ew_sportv, mitgl_sportv
Methodische Hinweise als PDF-Datei









