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Deutschland im Überblick: Wenige Wohnungseinbrüche in Bayern

94 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es im Jahr 2024. Die regionalen Unterschiede sind jedoch groß.

94 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es im Jahr 2024. Unterscheidet man zwischen Landkreisen und kreisfreien Städten, sind die Unterschiede sehr groß: In kreisfreien Städten liegt der Wert mit 143 mehr als doppelt so hoch wie in Landkreisen mit 70. Regional betrachtet fallen die niedrigen Werte in Bayern auf. 

Die Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Einen Überblick über Straftaten im Allgemeinen gibt es hier.

Weniger Einbrüche auf dem Land und im Süden, vor allem in Bayern

Durchschnittlich 227 Einbrüche täglich gab es 2024 in Deutschland. Aufs Jahr ergibt das 94 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Städten sind die Zahlen deutlich höher als auf dem Land. Regional betrachtet fällt die hohe Spannbreite der Werte auf. 

Es zeigt sich, dass im Süden deutlich weniger Einbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner passieren als im Norden. Vor allem in Bayern gibt es deutlich weniger Wohnungseinbrüche. Viele bayerische Kreise kommen auf unter 20 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Besonders hohe Einbruchszahlen gibt es hingegen in den Städten. In kreisfreien Städten liegt der Wert mit 143 mehr als doppelt so hoch wie in Landkreisen mit 70. Einige Städte in Nordrhein-Westfalen sowie Berlin und Bremen weisen mit Werten von über 200 Einbrüchen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner die höchsten Zahlen auf.

Rückgang der Wohnungseinbrüche feststellbar

Insgesamt ist die Entwicklung allerdings positiv: Über die Jahre ist die Zahl der Einbrüche gesunken. 1999 sind in der Statistik 149.000 Einbrüche gemeldet. Im Jahr 2006 waren es dann nur noch 106.000 Fälle. Bis 2015 stieg die Zahl auf einen Höchststand von 167.000 Fällen an und sank dann bis 2021 mit 54.000 Fällen auf den niedrigsten Wert seit 1999. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist das ein Rückgang um 28 Prozent. Ein Grund für diese niedrigen Zahlen war die Corona-Pandemie. Menschen waren länger und öfter zuhause aufgrund fehlender Freizeitmöglichkeiten und Home-Office. Einbrüche wurden so erschwert. Dies zeigt sich auch daran, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche seitdem wieder gestiegen ist. Die Quote liegt die letzten beiden Jahre jedoch noch immer unter dem Niveau vor Corona und bleibt im Gesamtvergleich somit auf einem niedrigen Niveau.

Wohnungseinbrüche sind besonders belastend für das Sicherheitsgefühl von Menschen, denn diese geschehen im persönlichen Lebensumfeld. Daher sind sie auch wichtig für die Beurteilung der Lebensqualität.

Wohnungseinbrüche heißen in der Statistik offiziell Wohnungseinbruchdiebstahl. Die Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Dort werden immer Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gezeigt. Einen Überblick über Straftaten im Allgemeinen gibt es hier.


Allgemeine Informationen zur Karte: Wohnungseinbrüche

Datenbasis:

Polizeiliche Kriminalstatistik, Bundeskriminalamt

Geometrische Grundlage:

VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG

Bearbeitung:

R. Berrisch, T. Pirsig (BBSR)


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