Anteil der Beschäftigten mit Berufsabschluss in ländlichen Regionen bundesweit am höchsten
Der Anteil an den Beschäftigten mit anerkannter Berufsausbildung ist in ländlichen Räumen höher als in Städten. Dort ist hingegen der Akademikeranteil unter den Beschäftigten besonders hoch.
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Beschäftigte mit akademischem Abschluss
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Beschäftigte mit anerkanntem Berufsabschluss und ohne akademischen Abschluss
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Beschäftigte ohne Berufs- und akademischen Abschluss
Rund drei Viertel aller erwerbstätigen Personen in Deutschland sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Hinsichtlich der Berufsqualifikation können dabei drei Gruppen unterschieden werden:
- Karte 1: Beschäftigte mit akademischem Abschluss (20 Prozent)
- Karte 2: Beschäftigte mit Berufsabschluss (59 Prozent)
- Karte 3: Beschäftigte ohne berufliche Qualifikation (13 Prozent)
Große regionale Unterschiede gibt es in allen Bereichen, vor allem zwischen Städten und ländlichen Regionen sowie zwischen Ost- und Westdeutschland.
Der Anteil an Beschäftigten ohne Abschluss ist in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands und dem östlichen und südlichen Bayern sehr niedrig. Der Anteil von Akademikerinnen und Akademikern ist in Berlin, Hamburg und Hessen am höchsten.
Drei Qualifikationsgruppen prägen den Arbeitsmarkt
In Deutschland waren 34,8 Millionen Menschen im Jahr 2024 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind etwa drei Viertel aller Erwerbstätigen. Hinsichtlich der Berufsqualifikation können dabei drei Gruppen unterschieden werden:
- Beschäftigte mit akademischem Abschluss: 7,0 Millionen Menschen (20 Prozent)
- Beschäftigte mit anerkanntem Berufsabschluss: 20,5 Millionen (59 Prozent)
- Beschäftigte ohne berufliche Qualifikation: 4,5 Millionen Beschäftigte (13 Prozent).
Der Status von 2,9 Millionen Menschen (8 Prozent) ist unbekannt.
Als anerkannter Berufsabschluss gilt eine Ausbildung oder Lehre, auch in Verbindung mit einem weiteren Abschluss wie beispielsweise einer Meister- oder Technikerprüfung.
Höherer Akademiker-Anteil in den Städten
In Städten ist der Anteil von Menschen mit akademischem Abschluss deutlich höher (Karte 1). Auch im Umland der Städte ist häufig ein höherer Anteil sichtbar. Der Anteil von Akademikerinnen und Akademikern ist in Berlin, Hamburg und Hessen am höchsten. Der Wert liegt dort über 23 Prozent.
Menschen im Osten häufiger mit Berufsabschluss
Der Anteil von Menschen mit Berufsabschluss (ohne akademischen Abschluss) liegt in Ostdeutschland mit 61,3 Prozent um 3 Prozentpunkte höher als im Westen (Karte 2). Besonders hoch ist der Anteil in den Landkreisen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens. An der Spitze liegen auch Kreise im Norden von Bayern.
Gleichzeitig gibt es in ländlichen Regionen einen geringeren Anteil von Menschen ohne Abschluss (Karte 3). Niedrig sind die Werte besonders in den ostdeutschen Bundesländern und östlichen und südlichen Kreisen Bayerns. Der Anteil liegt in Ostdeutschland bei 9,7 Prozent, in Westdeutschland dagegen bei 13,5 Prozent.
Zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen auch Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Menschen in Altersteilzeit.
Nicht zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen:
- Selbstständige,
- Mithelfende Familienangehörige,
- Beamtinnen und Beamte,
- Soldatinnen und Soldaten,
- Richterinnen und Richter.
Allgemeine Informationen zu den Karten: Berufsqualifikation der Beschäftigten
Teilindikatoren:
Beschäftigte mit akademischem Abschluss, mit anerkanntem Berufsabschluss und ohne akademischen Abschluss, ohne Berufs- und akademischen Abschluss
Datenbasis:
Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
T. Pirsig, R. Berrisch (BBSR)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatornamen: bquali_unifh, bquali_mabschl, bquali_oabschl
Methodische Hinweise als PDF-Datei


















