Zum Inhalt springen
Offizielle Website – Bundesrepublik Deutschland

Immer mehr Väter beziehen Elterngeld

Die Väterbeteiligung am Elterngeld nimmt weiter zu: 46,3 Prozent beträgt der Anteil der Kinder, deren Väter Elterngeld bezogen haben

Das Elterngeld ersetzt Eltern nach der Geburt ihres Kindes teilweise das Einkommen. 300 bis 1.800 Euro pro Monat sind möglich, wobei maximal 65 Prozent des Einkommens ersetzt werden.

Die Väterbeteiligung zeigt den Anteil der Kinder, deren Väter Elterngeld bezogen haben im Verhältnis zu allen Kindern eines Geburtenjahrgangs, für die Elterngeld ausgezahlt wurde. Mit der Zahl lässt sich abschätzen, inwiefern Väter sich an der Betreuung ihrer Kinder beteiligten.

Elterngeld unterstützt Eltern nach der Geburt

Mehr als eine Million Eltern, deren Kinder 2022 geboren wurden, haben Elterngeld bezogen. Das Elterngeld ersetzt Eltern nach der Geburt ihres Kindes teilweise das Einkommen. Mit dem Basis-Elterngeld sind 300 bis 1.800 Euro pro Monat möglich, wobei maximal 65 Prozent des Einkommens ersetzt werden.

Väterbeteiligung seit 2007 deutlich gestiegen

Die Väterbeteiligung zeigt den Anteil der Kinder, deren Väter Elterngeld bezogen haben – im Verhältnis zu allen Kindern eines Geburtenjahrgangs, für die Elterngeld ausgezahlt wurde. Mit der Zahl lässt sich abschätzen, inwiefern Väter sich an der Betreuung ihrer Kinder beteiligten. Sie sagt allerdings nicht aus, wie lange Väter in Elternzeit waren.

Beim Vorläufer des Elterngeldes, dem Erziehungsgeld, lag die Quote bei drei Prozent. Seit Einführung des Elterngeldes 2007 ist sie deutlich angestiegen. Im Jahr 2022 lag sie bundesweit bei 46,3 Prozent. Insgesamt 327.912 Väter, deren Kinder 2022 geboren sind, haben Elterngeld erhalten. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil leicht gestiegen, während die absolute Zahl zurückging. Im Jahr 2021 lag die Väterbeteiligung bundesweit bei 46,2 Prozent; in absoluten Zahlen bei 355.540 Vätern. Die stärkere Beteiligung von Vätern am Elterngeld hat auch Auswirkungen auf die Mütter: Sie erhalten dadurch den Freiraum für eine eigene Erwerbstätigkeit oder einen früheren Wiedereinstieg nach der Geburt eines Kindes, siehe auch Indikator Beschäftigungsquote.

Kaum Unterschiede zwischen Stadt und Land

Besonders hoch ist die Väterbeteiligung im Osten und Süden Deutschlands. Spitzenreiter ist Sachsen mit 55 Prozent, gefolgt von Bayern mit 54 Prozent. Schlusslicht sind Bremen und das Saarland mit jeweils 35 Prozent. Unterschiede zwischen Städten und ländlichen Regionen gibt es kaum. Der Anstieg  ist insgesamt bundesweit erkennbar.


Textgrafik


Die Ursachen für die Unterschiede in der Väterbeteiligung sind vielfältig. Neben persönlichen Einstellungen und gesellschaftlichen Rollenbildern sind auch die finanzielle Situation sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten (z. B. Arbeitsplätze, familienfreundliche Unternehmen) am Wohnort entscheidende Faktoren.


Allgemeine Informationen zur Karte: Väterbeteiligung am Elterngeld

Datenbasis:

Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes

Geometrische Grundlage:

VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG

Bearbeitung:

 M. Mayimona, T. Pirsig (BBSR)

Ähnliche Karten zu diesem Thema


Ein gemeinsames Angebot von…

Cookies