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Die Arbeitslosigkeit in Deutschland verharrt auf niedrigem Niveau, steigt aber leicht

Die Arbeitslosenquote erfasst die Zahl der Arbeitssuchenden gegenüber den Erwerbspersonen. In den Kreisen und kreisfreien Städten variiert die Arbeitslosigkeit regional deutlich.

Seit einem Höchststand im Jahr 2005 ist die Arbeitslosigkeit deutschlandweit stark gesunken. Seit 2022 steigt sie aber wieder leicht. Ost- und westdeutsche Bundesländer haben sich in der Quote seit 1994 deutlich angenähert.

Von überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit sind die ehemaligen westdeutschen Industriestädte und einige ländliche Regionen abseits der größeren Städte betroffen. Auch viele Großstädte weisen Arbeitslosenzahlen oberhalb des Durchschnitts auf. Wenige Arbeitslose hat dagegen der Süden Deutschlands.

Arbeitslosigkeit als Maß regionaler Ungleichheit

Die Arbeitslosenquote ist ein zentrales Maß für regionale Ungleichheiten: Neben den Auswirkungen auf die betroffenen Menschen beeinflusst sie auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region.

6,3 Prozent Arbeitslose bundesweit 2025

Seit ihrem Höchststand im Jahr 2005 mit 11,7 Prozent ist die Arbeitslosenquote bundesweit stark rückläufig. Waren 2005 noch 4,9 Millionen arbeitslos gemeldet, lag die Zahl 2025 bei 2,3 Millionen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent. Seit 2022 verzeichnet sie einen leichten Anstieg von 5,3 auf 6,3 Prozent.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Ost- und westdeutsche Bundesländer haben sich in der Quote seit 1994 deutlich angenähert. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten weisen Bayern und Baden-Württemberg auf. Kreise mit sehr niedrigen Arbeitslosenquoten von unter 3,0 Prozent liegen vorwiegend in Oberbayern und Schwaben. Regionen mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit liegen verteilt in Nordrhein-Westfalen und Nordostdeutschland.


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Überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit in vielen Großstädten

Auch viele Großstädte kämpfen mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit. Zum Beispiel die Stadtstaaten Bremen und Berlin. Aber auch viele Städte im Ruhrgebiet mit Arbeitslosenquoten von über 10 Prozent. 

Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West bei ländlichen Regionen

Bundesweit liegen die Arbeitslosenquoten in ländlichen Räumen mittlerweile  niedriger als in den Großstädten. Markante Unterschiede fallen auf dem Land zwischen Ost und West auf. In ländlichen ostdeutschen Regionen finden sich trotz erheblicher Rückgänge noch Quoten von deutlich über 8 Prozent. Hier spielt der Mangel an mittleren und großen Unternehmen eine Rolle. Demgegenüber liegen in Oberbayern und Schwaben Landkreise mit sehr niedrigen Arbeitslosenquoten von unter 3,0 Prozent.


Allgemeine Informationen zur Karte: Arbeitslosenquote

Datenbasis:

Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder

Geometrische Grundlage:

VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG

Bearbeitung:

M. Mayimona, T. Pirsig (BBSR)

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