Weniger Minijobs in Ostdeutschland als in Westdeutschland
In Ostdeutschland ist der Anteil der geringfügig Beschäftigten an allen Erwerbstätigen deutlich geringer als im Westen. Seit 2015 ist die Zahl weitgehend konstant.
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Ausschließlich geringfügig Beschäftigte
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Geringfügig Beschäftigte im Nebenerwerb
In Deutschland hatten 7,6 Millionen Menschen 2023 einen Minijob. Seit 2015 ist diese Zahl weitgehend konstant. Nur durch Corona nahm die Zahl der geringfügig Beschäftigten 2020 vorübergehend um eine halbe Million ab. Auffällig ist, dass die Zahl derjenigen, die einen Minijob als zusätzlichen Job ausüben, zwischen 2015 und 2023 um mehr als 860.000 zugenommen hat (Karte 2). Gleichzeitig hat die Zahl der Minijobs als einzige Beschäftigung um 635.000 abgenommen (Karte 1).
Ein Minijob wird offiziell als geringfügige Beschäftigung bezeichnet. Darunter fallen Tätigkeiten mit einem Lohn von bis zu 520 Euro pro Monat (Stand 2023). Regional gibt es starke Unterschiede. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil deutlich geringer als in den westdeutschen Bundesländern, da hier mehr Frauen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit arbeiten.
- Minijobs bleiben ein verbreitetes Beschäftigungsmodell
- Höchster nebenberuflicher Minijob-Anteil in Bayern und Baden-Württemberg
- Minijob in Rheinland-Pfalz häufig als Hauptjob
- Große regionale Unterschiede: Frauen im Osten häufiger in Vollzeit
- Allgemeine Informationen zu den Karten: Geringfügige Beschäftigung
Minijobs bleiben ein verbreitetes Beschäftigungsmodell
Ein Minijob wird offiziell als geringfügige Beschäftigung bezeichnet. Darunter fallen Tätigkeiten mit einem Lohn von bis zu 520 Euro pro Monat (Stand 2023). In Deutschland hatten 7,6 Millionen Menschen 2023 einen Minijob. Zwischen 2015 und 2023 sind insgesamt 224.000 so genannte geringfügig Beschäftigte hinzugekommen. Durch Corona nahm die Zahl der geringfügig Beschäftigten 2020 vorübergehend um eine halbe Million ab.
Höchster nebenberuflicher Minijob-Anteil in Bayern und Baden-Württemberg
Auffällig ist, dass die Zahl derjenigen, die einen Minijob als zusätzlichen Job ausüben, zwischen 2015 und 2023 um mehr als 860.000 zugenommen hat (Karte 2). Sie lag 2023 bei 3,3 Millionen Menschen. Gleichzeitig hat die Zahl der Minijobs als einzige Beschäftigung um 635.000 abgenommen und lag bei 4,3 Millionen Menschen (Karte 1).
Regional gibt es starke Unterschiede. In den ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil deutlich geringer als in den westdeutschen Bundesländern. Das gilt besonders für Menschen mit Minijob als Nebenberuf. Spitzenreiter dabei sind Baden-Württemberg und Bayern. Am Ende der Liste liegen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. In mehreren Regionen Sachsen-Anhalts üben nur knapp 3 Prozent der Menschen einen Minijob als Nebenberuf aus. Im Süden Deutschlands erreichen manche Landkreise ein Vielfaches davon und landen bei 10 bis 13 Prozent.
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Nicht alle Minijobs als Nebenberuf werden aus Geldnot ausgeübt. Sie ist aber ein wichtiger Grund. Auch Selbstverwirklichung oder soziale Aspekte sind Gründe. Dazu kommt der Wunsch, sich neue Karrierechancen zu eröffnen.
Minijob in Rheinland-Pfalz häufig als Hauptjob
Minijobs als Hauptberuf gibt es mit besonders hohem Anteil in einzelnen Kreisen in Rheinland-Pfalz. Dort üben 15 bis 18 Prozent der Menschen einen Minijob im Haupterwerb aus. Neben Rheinland-Pfalz liegen auch das Saarland und Niedersachsen an der Spitze. Niedrig ist der Anteil insbesondere dort, wo die Auto- oder Pharmaindustrie sitzt. Das Gleiche gilt in einigen Hochschulstädten. Am wenigsten Minijobber im Hauptberuf gibt es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin.
Große regionale Unterschiede: Frauen im Osten häufiger in Vollzeit
Die unterschiedliche Verteilung in Ost und West lässt sich zu großen Teilen durch die Beschäftigung von Frauen erklären: In den ostdeutschen Bundesländern arbeiten Frauen häufiger in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit.
Allgemeine Informationen zu den Karten: Geringfügige Beschäftigung
Teilindikatoren:
Ausschließlich geringfügig Beschäftigte, geringfügig Beschäftigte im Nebenerwerb
Datenbasis:
Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit; Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder
Geometrische Grundlage:
VG250 (Kreise), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
R. Berrisch, T. Pirsig (BBSR)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_KRS1224
Indikatornamen: erw_mini, erw_minineben
Methodische Hinweise als PDF-Datei



















