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Pendelverhalten in Deutschland: Immer mehr Pendlerinnen und Pendler

Rund 60 Prozent der Beschäftigten pendelten 2024 berufsbedingt in eine andere Stadt beziehungsweise Gemeinde. Ihr Weg zur Arbeit war durchschnittlich 17,2 Kilometer weit. Im Deutschlandatlas sehen Sie, wie in Ihrer Region gependelt wird.

Rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind 2024 von ihrem Wohnort zum Arbeitsort gependelt. Weil sie dabei die Gemeindegrenze überschreiten, gelten sie als Pendlerin oder Pendler. Das waren 20,6 Millionen Menschen. Innerhalb von zehn Jahren ist das eine Zunahme um 17,5 Prozent. Im Schnitt lag der Arbeitsweg bei 17,2 Kilometern. 21,1 Prozent waren mehr als 30 Kilometer pro Strecke unterwegs.

Pendler-Zahl nimmt stärker zu

Im Jahr 2024 sind 20,6 Millionen Menschen gependelt. Ein deutlicher Anstieg um 17,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014t, als noch 17,5 Millionen Menschen gependelt sind. Die Zahl nimmt auch zu, weil es insgesamt immer mehr Beschäftigte gibt. Im Vergleichszeitraum ist die Zahl der Beschäftigten aber nur um 15,5 Prozent gestiegen, wie auch die folgende Grafik zeigt.


Textgrafik


Lange Pendelstrecken in ländlichen Regionen

Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg verlängerte sich von 16,6 Kilometer im Jahr 2014 auf 17,2 im Jahr 2024. Etwa ein Fünftel der Beschäftigten pendelte mehr als 30 Kilometer. Fast zwölf Prozent pendelten sogar mehr als 50 Kilometer. Dabei gilt: In besonders dünn besiedelten Räumen waren die Wege am längsten (siehe auch: Bevölkerungsdichte). Denn die meisten Arbeitsplätze gibt es in den großen Städten: 41,6 Prozent aller Arbeitsplätze sind allein in den 80 Großstädten mit derzeit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Knapp 7 Millionen Beschäftigte pendelten in diese Großstädte hinein. In einigen Großstädten lag der Anteil der Beschäftigten von außerhalb bei über 60 Prozent.

Auch von Großstadt zu Großstadt wurde häufiger gependelt. 23,6 Prozent der Pendlerinnen und Pendler in die Großstädte kamen aus einer anderen Großstadt. Auch die Zahl der Pendelnden von der Großstadt ins Umland hat weiter zugenommen. Sie war mit knapp 2,1 Millionen Menschen 2024 (2000: 1,2 Millionen) aber dennoch verhältnismäßig gering.

In der Statistik wird nicht erfasst, wie häufig Menschen pendeln. Daher kann auch nicht berechnet werden, welche Gesamtstrecke Pendlerinnen und Pendler zurücklegen. Gerade durch die Zunahme von Home-Office und mobilem Arbeiten wird angenommen, dass die Häufigkeit des Pendelns abnimmt.


Allgemeine Informationen zur Karte: Pendeldistanzen und Pendlerverflechtungen

Datenbasis:

Laufende Raumbeobachtung des BBSR; Pendlerverflechtungsmatrix der Bundesagentur für Arbeit

Geometrische Grundlage:

VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2024 © GeoBasis-DE/BKG

Bearbeitung:

T. Pütz (BBSR)


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