Die Beschäftigungsquoten in Deutschlands Gemeinden unterscheiden sich regional deutlich
Die Beschäftigungsquote zeigt, wie viele Frauen und Männer gemessen an der Erwerbsbevölkerung am Wohnort sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.
Karte 1 von 3
Beschäftigungsquote insgesamt
Karte 2 von 3
Beschäftigungsquote Frauen
Karte 3 von 3
Beschäftigungsquote Männer
Berechnet wird die Beschäftigungsquote anhand der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort im Verhältnis zur Erwerbsbevölkerung, also der Altersgruppe der 18- bis unter 65-Jährigen. Bei der Beschäftigung zeigen sich regionale Unterschiede. In fast allen Regionen Deutschlands arbeiten mehr Männer als Frauen.
Die Karten zeigen die regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt insgesamt sowie unterteilt nach Geschlecht.
Hinweise zur Karte Beschäftigungsquote
Die Beschäftigungsquote gibt den Anteil arbeitender Frauen und Männer an, die in die Sozialversicherung einzahlen. Sie wird berechnet anhand der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 18 bis unter 65 Jahren.
In Karte 1 wird die Beschäftigungsquote insgesamt je Gemeinde aufgezeigt. Karte 2 zeigt die Beschäftigungsquote von Frauen und Karte 3 die Beschäftigungsquote von Männern je Gemeinde.
Sozialversicherungspflichtig sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die kranken-, renten- und pflegeversicherungspflichtig sind oder nach dem Recht der Arbeitsförderung (Sozialgesetzbuch III) Beiträge einzahlen. Nicht berücksichtigt werden:
- geringfügig entlohnte Beschäftigte, auch Minijobber,
- Beamte,
- Selbstständige und
- unbezahlt mithelfende Familienangehörige.
Gradmesser für regionale Unterschiede sowie gesellschaftliche Tendenzen
Der Indikator der Beschäftigung macht die regionalen wirtschaftlichen Unterschiede deutlich. Darüber hinaus weist er auf gesellschaftliche Prozesse hin. Zum Beispiel auf Veränderungen in der traditionellen Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau.
Vier Bundesländer mit höheren Anteilen Erwerbstätiger
- In Bayern,
- Baden-Württemberg,
- Sachsen und
- Thüringen
ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten höher als in den restlichen Bundesländern. Dennoch gibt es auch dort Regionen mit hoher Beteiligung am Arbeitsmarkt.
Ostdeutsche Frauen häufiger erwerbstätig als westdeutsche Frauen
In fast allen deutschen Regionen sind mehr Männer als Frauen beschäftigt. Und dort, wo die Beschäftigungsquote der Männer besonders hoch ist, arbeiten auch mehr Frauen. Außerdem ist der Anteil von beschäftigten Frauen in ostdeutschen Bundesländern höher als in westdeutschen Bundesländern.
Besonders niedrige Werte weisen beispielsweise Gemeinden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland an der Grenze zu Luxemburg auf. Hier lassen sich verstärkt Grenzpendler nieder, die in Luxemburg beschäftigt sind und von der deutschen Arbeitsmarktstatistik nicht erfasst werden.
Allgemeine Informationen zu den Karten: Beschäftigungsquote
Teilindikatoren:
Beschäftigungsquote insgesamt, Beschäftigungsquote Frauen, Beschäftigungsquote Männer
Datenbasis:
Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Beschäftigung zum 30.06.2025, Bevölkerung zum 31.12.2025; Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:
VG250 (Gemeinden), 31.12.2025 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:
T. Osigus (Thünen-Institut)
Open Data:
Download aller Daten und Indikatoren im Excel-Tabellenformat
Name des Tabellenblatts: Deutschlandatlas_GEM1225
Indikatornamen: beschq_insg, beschq_w, beschq_m
Methodische Hinweise als PDF-Datei



















